Zu viel Scham, zu wenig Geld? Warum du dir trotzdem Unterstützung holen darfst
Vielleicht wünschst du dir schon lange Unterstützung beim Aufräumen und Organisieren deines Zuhauses. Doch zwei Gedanken halten dich immer wieder davon ab, jemanden zu kontaktieren:
«Was denkt sie bloss, wenn sie mein Zuhause sieht?»
Und gleich danach:
«Eigentlich könnte ich Hilfe gut gebrauchen, aber kann ich mir das überhaupt leisten?»
Gerade Frauen mit ADHS, Verdacht auf ADHS oder Erschöpfung kennen solche
Gedanken. Sie fühlen sich von der Unordnung belastet, wissen oft nicht mehr, wo sie anfangen sollen, und gleichzeitig kostet es unglaublich viel Überwindung, jemanden um Hilfe zu bitten.
Diese beiden Hürden möchte ich heute ansprechen. Denn ich weiss, dass sie für viele Frauen eine grosse Rolle spielen.
Du musst dich für dein Zuhause nicht schämen
Ich kann gut verstehen, dass es Überwindung kostet, eine fremde Person in die eigenen vier Wände zu lassen. Besonders dann, wenn die Unordnung schon länger belastet und vielleicht sogar dazu führt, dass du keinen Besuch mehr einladen möchtest.
Aber etwas möchte ich dir mitgeben:
Du musst nicht zuerst aufräumen, bevor ich zu dir komme.
Ich komme nicht, um dein Zuhause zu bewerten. Ich komme, um dich zu unterstützen.
Dabei spielt es keine Rolle, wie viele Dinge herumliegen, wie voll die Schränke sind oder wie lange du schon versuchst, Ordnung zu schaffen.
Wir schauen gemeinsam, wo du dir am meisten Entlastung wünschst. Ohne Druck, ohne Scham und ohne Perfektionsanspruch.

Wenn auch das Geld eine Sorge ist
Die zweite grosse Hürde sind oft die Kosten.
Ich weiss, dass ein Ordnungscoaching eine finanzielle Investition ist. Und ich weiss auch, dass sich nicht jede Frau diese Unterstützung einfach leisten kann. Besonders dann, wenn das Einkommen knapp ist, beispielsweise beim Bezug einer IV-Rente.
Mir ist wichtig, diese Sorgen ernst zu nehmen.
Gleichzeitig möchte ich auf etwas aufmerksam machen, das beim Thema Ordnung oft vergessen geht:
Mehr Übersicht im Zuhause und im Alltag kann langfristig auch helfen, Geld zu sparen.
Wie Ordnungscoaching bei ADHS helfen kann, Geld zu sparen
Beim Ordnungscoaching geht es nicht nur darum, Schränke aufzuräumen oder Dinge auszusortieren. Es geht auch darum, den Alltag einfacher und übersichtlicher zu gestalten.
Das kann sich auf verschiedene Weise positiv auf deine Ausgaben auswirken.
Weniger Impulskäufe
Gerade bei ADHS können spontane Kaufentscheidungen eine Herausforderung sein. Gemeinsam können wir überlegen, welche einfachen Strategien dir helfen, bewusster einzukaufen und nicht jedem Kaufimpuls sofort nachzugeben.
Weniger Doppelkäufe
Vielleicht kennst du das: Du kaufst etwas neu, weil du nicht mehr weisst, wo du es hingelegt hast. Wochen später findest du den Gegenstand wieder.
Wenn Dinge einen passenden, festen Platz haben, findest du sie leichter wieder und kaufst möglicherweise weniger doppelt.
Mehr Übersicht beim Papierkram
Ungeöffnete Briefe, vergessene Rechnungen oder verlegte Unterlagen können zusätzlichen Stress und manchmal auch unnötige Kosten verursachen.
Ein einfaches Ablagesystem und eine regelmässige Übersicht über offene Rechnungen können helfen, Mahngebühren zu vermeiden und wichtige Termine im Blick zu behalten.
Bewusster mit dem umgehen, was bereits da ist
Wenn du weisst, was du besitzt und wo du es findest, kannst du vorhandene Dinge besser nutzen. Oft braucht es gar keine neuen Aufbewahrungsboxen oder zusätzliche Ordnungssysteme.
Nicht jede Veränderung führt automatisch zu einer finanziellen Ersparnis. Aber manchmal können schon kleine Verbesserungen unnötige Ausgaben verhindern.
Gibt es finanzielle Unterstützung für ein Coaching?
Vielleicht hast du noch nie darüber nachgedacht, ob für dich eine finanzielle Unterstützung infrage kommen könnte.
In bestimmten Situationen kann es sinnvoll sein, bestehende Leistungen der Invalidenversicherung genauer anzuschauen. Dazu gehört beispielsweise die Hilflosenentschädigung für Menschen, die im Alltag dauerhaft auf bestimmte Unterstützung angewiesen sind.
Ob ein Anspruch besteht und wie eine solche Leistung genutzt werden kann, hängt von der persönlichen Situation ab. Ein Ordnungscoaching wird nicht automatisch von der IV bezahlt.
In einem unverbindlichen Kennenlerngespräch können wir aber auch darüber sprechen, ob es sinnvoll wäre, mögliche Unterstützung mit der zuständigen Stelle abzuklären.
Vielleicht braucht es gar nicht so viele Stunden
Nicht jede Frau braucht eine umfassende Neuorganisation ihres Zuhauses.
Manchmal reicht es, gemeinsam einen Bereich anzuschauen, der besonders belastet. Vielleicht ist es der Papierkram, der Kleiderschrank oder die Organisation der täglichen Aufgaben.
Wir können gemeinsam überlegen, was für dich im Moment am wichtigsten ist und welcher Umfang finanziell für dich tragbar wäre.
Du musst nicht gleich ein grosses Coaching buchen.
Mein Wunsch für dich
Ich wünsche mir, dass sich Frauen nicht aus Scham zurückziehen oder aus Angst vor den Kosten gar nicht erst nach Unterstützung fragen.
Natürlich kann ich nicht jede finanzielle Situation lösen. Aber ich kann dir zuhören, deine Sorgen ernst nehmen und gemeinsam mit dir schauen, welche Unterstützung für dich sinnvoll und möglich ist.
Denn Ordnung bedeutet für mich nicht, dass alles perfekt aussehen muss.
Es geht darum, dass du dich in deinem Zuhause wieder wohlfühlst, deine Dinge findest und dein Alltag dich weniger Kraft kostet.
Lass uns unverbindlich darüber sprechen
Wenn du dir Unterstützung wünschst, aber noch unsicher bist, ob ein Ordnungscoaching das Richtige für dich ist oder wie du es finanzieren könntest, melde dich gerne.
In einem kostenlosen Kennenlerngespräch von etwa 15 bis 20 Minuten können wir deine Situation ganz in Ruhe besprechen.
Du musst dafür nichts vorbereiten und dich für nichts rechtfertigen.
Ich freue mich, von dir zu hören.



