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Ordnung mit Familie und ADHS: Warum Teenager nicht perfekt ordentlich sein müssen

  • susilopezalder
  • 13. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Ordnung in einer Familie mit ADHS muss nicht bedeuten, dass jedes Zimmer jederzeit perfekt aussieht. Gerade bei Teenagern finde ich es wichtig, realistisch zu bleiben. In dieser Lebensphase passiert innerlich unglaublich viel, und oft zeigt sich dieses innere Chaos auch im Zimmer. Das darf aus meiner Sicht bis zu einem gewissen Punkt so sein.


Entscheidend ist nicht Perfektion. Entscheidend ist, dass das Chaos begrenzt bleibt und nicht das ganze Zuhause übernimmt.


Wenn innen viel los ist, sieht man das oft auch aussen


Gerade in der Pubertät verändert sich viel. Gefühle, Hormone, Bedürfnisse, Rückzug, Stimmungsschwankungen, Selbstfindung – all das braucht Kraft. Wenn dann noch ADHS dazukommt, kann Ordnung schnell zu einem zusätzlichen Druckthema werden.


Deshalb finde ich: Teenager dürfen in ihrem Zimmer auch Chaos haben. Nicht, weil Ordnung unwichtig wäre. Sondern weil ein Jugendzimmer nicht immer geschniegelt aussehen muss, um okay zu sein.



Das Zimmer darf unordentlich sein – aber nicht das ganze Zuhause


Was ich wichtig finde: Das Chaos sollte im eigenen Zimmer bleiben dürfen, aber nicht in alle anderen Räume auslaufen.


Wenn Schuhe, Taschen, Kleider, Verpackungen und Alltagsdinge sich im ganzen Zuhause verteilen, wird es für die Familie anstrengend. Dann geht es nicht mehr nur um persönlichen Freiraum, sondern auch um gemeinsame Räume und gemeinsame Verantwortung.


Für mich ist deshalb diese Haltung hilfreich:

Im eigenen Zimmer darf es chaotisch sein. In den gemeinsamen Räumen braucht es mehr Rücksicht und Klarheit.


Nicht ständig kontrollieren, aber regelmässig hinschauen


Kinderzimmer und Jugendzimmer müssen aus meiner Sicht nicht dauernd kontrolliert oder perfekt gehalten werden. Viel hilfreicher finde ich es, 1-2 Mal pro Jahr gemeinsam zu entrümpeln.


Dann kann man in Ruhe schauen:

  • Was wird noch gebraucht?

  • Was ist zu klein, kaputt oder vergessen?

  • Was darf bleiben?

  • Was darf weitergegeben werden?


So entsteht nicht das Gefühl von ständigem Druck, aber auch nicht die völlige Überforderung durch jahrelang angesammelte Dinge.


Loslassen fällt oft leichter, wenn Dinge weitergegeben werden


Gerade Kinder tun sich manchmal schwer mit dem Aussortieren. Was helfen kann: zu wissen, dass die Dinge nicht einfach bedeutungslos verschwinden, sondern einem anderen Kind Freude machen können.


Wenn Kinder verstehen, dass Spielsachen, Kleidung oder andere Dinge weitergegeben werden an jemanden, der weniger hat oder sich darüber freut, fällt das Loslassen oft leichter. Nicht immer. Aber erstaunlich oft.


Ordnung in Familien muss alltagstauglich sein


Familienleben ist lebendig. Mit Kindern und besonders mit Teenagern wird es nie dauerhaft geschniegelt und perfekt sein. Und das muss es auch nicht.


Wichtiger ist aus meiner Sicht:

  • dass gemeinsame Räume funktionieren

  • dass nicht alles überall herumliegt

  • dass Kinder lernen, mit Dingen bewusst umzugehen

  • dass Ordnung nicht nur Druck bedeutet, sondern Orientierung geben kann


Gerade bei ADHS hilft ein Zuhause nicht durch Perfektion, sondern durch einfache, klare Grenzen.


Fazit


Ordnung mit Familie und ADHS darf realistisch sein. Teenager müssen aus meiner Sicht nicht in einem perfekt aufgeräumten Zimmer leben. Wenn innerlich viel los ist, zeigt sich das oft auch aussen.


Wichtig ist eher, dass das Chaos begrenzt bleibt, gemeinsame Räume geschützt werden und regelmässig gemeinsam geschaut wird, was noch gebraucht wird und was gehen darf. So kann Ordnung im Familienalltag entlasten, ohne zusätzlichen Druck zu machen.


Wenn du dir Unterstützung wünschst


Wenn dich Unordnung im Familienalltag belastet und du dir alltagstaugliche Lösungen ohne Perfektionsdruck wünschst, kann ein einfühlsames Ordnungscoaching dich dabei unterstützen.




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