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Die 48-Stunden-Regel beim Online-Shopping: Warum sie bei ADHS so hilfreich sein kann

  • susilopezalder
  • 30. März
  • 2 Min. Lesezeit

Kennst du das? Du willst nur kurz schauen, was es online gibt, und plötzlich landet wieder etwas im Warenkorb. Gerade bei ADHS passiert das schnell: ein Impuls, ein kurzer Dopamin-Kick, die Hoffnung auf Erleichterung – und schon ist etwas bestellt. Das Problem ist nur: Jeder neue Gegenstand bringt nicht nur kurz Freude, sondern später oft auch mehr Unordnung, mehr Reize und mehr Entscheidungen. Genau deshalb kann die 48-Stunden-Regel so entlastend sein.


Was ist die 48-Stunden-Regel?


Die 48-Stunden-Regel bedeutet: Du kaufst etwas nicht sofort, sondern wartest bewusst zwei Tage, bevor du bestellst.


Das Produkt darf auf eine Merkliste oder in den Warenkorb. Aber du klickst nicht direkt auf „Jetzt kaufen“. Stattdessen gibst du dir Zeit und prüfst später noch einmal in Ruhe, ob du es wirklich brauchst.


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Warum das bei ADHS so hilfreich sein kann


Viele Frauen mit ADHS kennen impulsive Käufe nur zu gut. Online-Shopping verspricht kurz Entlastung, Dopamin oder das Gefühl, ein Problem schnell zu lösen. Später zeigt sich dann oft: Der Kauf war gar nicht so hilfreich wie gedacht.

Das Problem ist nicht nur das Geld. Jeder neue Gegenstand braucht Platz, Aufmerksamkeit und bringt neue Entscheidungen mit sich. Genau das kann den Alltag bei ADHS zusätzlich belasten.


Ordnung beginnt schon beim Einkaufen


Ordnung fängt nicht erst beim Aufräumen an. Sie beginnt oft schon bei der Frage, was überhaupt ins Zuhause kommt.


Weniger Dinge bedeuten oft:

  • weniger Reize

  • weniger Aufräumaufwand

  • weniger Sucherei

  • weniger Entscheidungen

  • mehr Übersicht im Alltag


Gerade bei ADHS kann das spürbar entlasten.


Fragen, die du dir vor einem Kauf stellen kannst


Wenn du die 48-Stunden-Regel nutzen möchtest, helfen dir diese Fragen:

  • Brauche ich das wirklich?

  • Habe ich schon etwas Ähnliches?

  • Erleichtert mir das meinen Alltag tatsächlich?

  • Kaufe ich das gerade aus echtem Bedarf oder aus Stress, Frust oder Erschöpfung?

  • Weiss ich jetzt schon, wo dieser Gegenstand später seinen festen Platz haben wird?

  • Macht dieser Kauf mein Zuhause einfacher oder voller?


Gerade die Frage nach dem festen Platz ist wichtig. Wenn du schon vor dem Kauf nicht weisst, wo etwas hingehört, wird es oft einfach ein weiterer Gegenstand, der herumliegt und neue Unruhe schafft.


Kleine Hilfen für den Alltag


Damit die Regel nicht nur eine gute Idee bleibt, kannst du sie möglichst einfach machen:

  • Produkte zuerst auf eine Merkliste setzen

  • Kaufideen kurz im Handy notieren

  • eine Erinnerung für zwei Tage später stellen

  • nicht aus Erschöpfung oder Überforderung heraus bestellen


Fazit


Die 48-Stunden-Regel beim Online-Shopping kann bei ADHS helfen, Impulskäufe zu vermeiden und bewusster zu entscheiden. So kommt weniger Unnötiges ins Haus, Entscheidungen werden leichter und Ordnung im Alltag wird einfacher.


Manchmal beginnt mehr Ruhe nicht beim Aufräumen, sondern schon beim Nicht-Kaufen.


Wenn du dir Unterstützung wünschst


Wenn dich Unordnung, zu viele Dinge und ständige Überforderung im Alltag belasten, kann ein einfühlsames Ordnungscoaching dich dabei unterstützen, einfache und alltagstaugliche Strukturen zu schaffen.




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