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Kleider aussortieren ohne Überforderung: Schritt für Schritt zu einem leichteren Kleiderschrank

  • susilopezalder
  • vor 5 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

Kennst du das? Du möchtest endlich deinen Kleiderschrank aussortieren und denkst: Heute mache ich alles.


Also kommen alle Kleider aus dem Schrank. T Shirts, Hosen, Pullover, Unterwäsche, Jacken und Sportkleider landen auf dem Bett oder auf dem Boden.


Und plötzlich liegt da dieser riesige Berg.


Was vorher ordentlich im Schrank verteilt war, liegt nun auf einem Haufen vor dir. Du weisst nicht mehr, wo du anfangen sollst und eigentlich möchtest du am liebsten alles wieder zurück in den Schrank legen.


Gerade wenn du ADHS hast oder erschöpft bist, kann dich diese Menge schnell überfordern.


Deshalb arbeite ich beim Kleider aussortieren anders.



Kleider aussortieren ohne Überforderung: Eine Kategorie nach der anderen


Du musst nicht deinen kompletten Kleiderschrank ausräumen, um Ordnung zu schaffen.


Ich empfehle dir, immer nur eine Kategorie nach der anderen anzuschauen.


Zum Beispiel:


T Shirts

Hosen

Pullover

Socken

Unterwäsche

Sportkleider

Jacken


Nimm zuerst nur deine T Shirts aus dem Schrank. Sortiere diese fertig und räume sie wieder ein.


Erst danach kommt die nächste Kategorie.


So bleibt die Menge überschaubar und du siehst schneller ein Ergebnis.


Auch wenn ich gemeinsam mit einer Kundin den Kleiderschrank aussortiere, gehen wir Schritt für Schritt vor. Wir nehmen nicht alles gleichzeitig heraus.


Denn ein riesiger Kleiderberg hilft dir nicht dabei, bessere Entscheidungen zu treffen. Er sorgt oft nur für noch mehr Stress.


Frau beim Kleider aussortieren und Anprobieren vor dem Spiegel

Die einfachen Entscheidungen zuerst


Bei manchen Kleidungsstücken weisst du sofort, was du damit machen möchtest.


Das T Shirt, das du jede Woche trägst, darf bleiben.


Die Hose, die seit Jahren kaputt im Schrank liegt und die du sowieso nicht mehr tragen möchtest, darf gehen.


Schwieriger wird es bei den Kleidern, bei denen du denkst:


Eigentlich ist es noch schön.


Oder:

Es war einmal teuer.


Oder:

Vielleicht ziehe ich es irgendwann wieder an.


Genau diese Kleidungsstücke bleiben oft jahrelang im Schrank liegen.



Zieh die unsicheren Kleidungsstücke an


Wenn du bei einem Kleidungsstück unsicher bist, zieh es an.


Und jetzt kommt etwas, das ich beim Aussortieren besonders wichtig finde:


Schau nicht sofort in den Spiegel.


Spüre zuerst, wie sich das Kleidungsstück an deinem Körper anfühlt.


Ist es bequem?


Fühlst du dich wohl darin?


Musst du ständig etwas zurechtrücken?


Ist es irgendwo zu eng?


Stört dich der Stoff?


Würdest du dieses Kleidungsstück heute gerne mehrere Stunden tragen?


Oft wissen wir schon nach wenigen Sekunden, wie wir uns in einem Kleidungsstück fühlen.


Erst danach kannst du in den Spiegel schauen.



Schön finden und sich wohlfühlen sind zwei verschiedene Dinge


Manchmal nehmen wir ein Kleidungsstück aus dem Schrank und denken:


Das gefällt mir doch eigentlich noch.


Vielleicht magst du die Farbe.


Vielleicht erinnert es dich an einen schönen Moment.


Vielleicht hast du es früher sehr gerne getragen.


Doch sobald du hineinschlüpfst, merkst du:


Eigentlich fühle ich mich darin überhaupt nicht mehr wohl.


Unser Leben verändert sich. Unser Körper verändert sich. Unser Stil verändert sich.


Und das ist in Ordnung.


Ein Kleidungsstück kann schön sein und trotzdem nicht mehr zu dir passen.



Der Preis ist kein Grund, etwas zu behalten


Ein weiterer Satz, den ich beim Aussortieren oft höre, ist:


Aber das war teuer.


Das verstehe ich sehr gut.


Gerade bei einem teuren Kleidungsstück fühlt es sich manchmal falsch an, es wegzugeben.


Doch das Geld ist bereits ausgegeben.


Wenn das Kleidungsstück seit Jahren ungetragen im Schrank hängt, bekommst du das Geld nicht zurück, indem du es weiterhin behältst.


Vielleicht kannst du es verkaufen oder an jemanden weitergeben, der Freude daran hat.


Der ursprüngliche Preis sollte aber nicht darüber entscheiden, ob ein Kleidungsstück weiterhin Platz in deinem Schrank bekommt.


Viel wichtiger ist die Frage:


Fühle ich mich heute noch wohl darin?



Auch Erinnerungen hängen an Kleidern


Kleider sind nicht einfach nur Stoff.


Manchmal verbinden wir damit bestimmte Menschen, Lebensphasen oder Erlebnisse.


Das können schöne Erinnerungen sein.


Es können aber auch unangenehme oder traurige Erinnerungen sein.


Vielleicht hängt ein Kleid seit Jahren in deinem Schrank, das du während einer schwierigen Zeit oft getragen hast.


Jedes Mal, wenn du es siehst oder anziehst, kommt dieses Gefühl wieder hoch.


Dann darfst du dir erlauben, es weiterzugeben.


Du musst ein Kleidungsstück nicht behalten, nur weil es noch gut ist.


Es darf zu jemand anderem weiterziehen.



Du musst nicht alles an einem Tag schaffen


Gerade bei ADHS oder Erschöpfung finde ich diesen Punkt besonders wichtig.


Du musst nicht deinen ganzen Kleiderschrank an einem Nachmittag aussortieren.


Vielleicht schaffst du heute nur deine T Shirts.


Dann ist das genug.


Beim nächsten Mal sind die Hosen dran.


Ordnung entsteht nicht dadurch, dass du dich völlig erschöpfst und danach keine Energie mehr hast.


Sie entsteht durch kleine Entscheidungen, die zu deinem Alltag passen.



Ein Kleiderschrank darf dir das Leben leichter machen


Das Ziel ist nicht, möglichst wenig Kleidung zu besitzen.


Und es geht auch nicht darum, einen perfekten Kleiderschrank wie auf einem Foto zu haben.


Es geht darum, dass du morgens deinen Schrank öffnest und hauptsächlich Kleidung siehst, die du gerne trägst und in der du dich wohlfühlst.


Weniger Kleidung, bei der du jedes Mal überlegen musst, kann den Alltag deutlich erleichtern.


Und wenn dir das Aussortieren alleine schwerfällt oder du immer wieder an den gleichen Kleidungsstücken hängen bleibst, kann es helfen, wenn jemand gemeinsam mit dir Schritt für Schritt durch die Entscheidungen geht.


Als Ordnungscoach begleite ich Frauen mit ADHS, Erschöpfung oder Überforderung dabei, Ordnung zu schaffen, ohne Druck und ohne den Anspruch, dass am Ende alles perfekt sein muss.


Du möchtest deinen Kleiderschrank aussortieren, weisst aber nicht, wo du anfangen sollst?


In einem kostenlosen Kennenlerngespräch können wir gemeinsam schauen, welche Unterstützung für dich passen könnte.



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